06.10.2007
7. Russische Meisterschaft im Kobudo
in Domodedovo im Moskauer Gebiet


Das Team der Kaliningrader Kobudo Föderation, welche Tesshinkan übt und lehrt, nahm erfolgreich an den russischen Kobudo-Meisterschaften Teil, die in Domodedovo im Moskauer Gebiet stattfanden. Es war bereits die siebte Meisterschaft dieser Art und viele Athleten aus verschiedensten Städten und Gegenden waren zugegen. Die Russische Kobudo Föderation (www.kobu-jitsu.ru) macht sich stark und wirbt für Kobudo als eine anwendbare Kunst.

Das offizielle Wettkampfprogramm der Organisation bestand aus vier Disziplinen. Zuerst "Kobudô-Kata" (alle Stile), dann "Nunchaku-Dô" (Freikämpfe mit einem Soft-Nunchaku), als dritte Kategorie der Demonstrationswettbewerb mit und ohne Waffen (Teams zu je zwei Personen) und schlussendlich Vollkontakt-Freikampf nach den Regeln des "Nihon-Kempo" (durch Helme mit Gitter und Faustschützer geschützt).

Die Russische Kobudo Föderation ist dabei die Anerkennung in den entsprechenden Strukturen der Sportbünde Russlands zu bekommen, sodass Kobudô wahrscheinlich bald als eigenständiger Sport anerkannt werden wird. So kann das Kobudô auch durch den Staat unterstützt werden und die Budôka können auch den Rang eines "Kandidat für den Meister des Sportes", "Meister des Sportes" usw. erhalten.

Die Russische Kobudo Föderation versammelte Kobudoenthusiasten aus vierundzwanzig Städten. Kaliningrad repräsentierte als einziger Verein Ryûkyû Kobudô Tesshinkan.
Im "Nunchaku-Dô" hatten die Kaliningrader Kämpfer keinen Erfolg. Gemäß den Regeln mussten die Kämpfer vor jedem Angriff erst mindestens zwei Griffwechsel ausführen. Obwohl zwei Kämpfer aus Kaliningrad reiche Erfahrungen im Kampf mit verschiedenen Waffen hatten, erlaubten ihnen die durch die Regeln gesetzten Grenzen nicht, einen Kampf zu gewinnen.
Im "Nihon-Kempo" kämpften die Kaliningrader Sportler ein oder zwei Runden, konnten jedoch keine Medaillen erreichen.

Aber im Bereich Bunkai zeigten sie mit Erfolg, was sie konnten. Roman Ragimov und Vadim Borunov (beide U15) erreichten den dritten Platz. Sie zeigten ihre traditionellen Kobudô-Techniken wesentlich besser als ihre Kontrahenten, welche sowohl bewaffnete als auch unbewaffnete Selbstverteidigung gegen moderne Waffen zeigten. Das Ergebnis erklärt sich recht einfach: die Kampfrichter orientieren sich mehr an der Attraktivität als an der Wirklichkeitsnähe.

Den größten Erfolg feierten jedoch die Kaliningrader im Bereich Kata. Viele der Teilnehmer können bloß aus Büchern und von Videos lernen, wodurch ihr Training mehr durch Experimentieren als durch Erfolg geprägt ist. Das Kaliningrader Kobudô-Team hat jedoch die Möglichkeit unter führenden Meistern des traditionellen Kobudôs zu üben. Vier Mann nahmen am Wettkampf Teil und nahmen drei Goldmedaillen mit nach Hause: Alexander Morozov (11-12 Jahre), Vadim Borunov (14-15 Jahre) und Pavel Dolgachov (Ü21). Die Kaliningrader, eine der besten russischen Mannschaften, zeigten einmal mehr, dass man mit Tesshinkan beste Ergebnisse im Sport erreichen kann.