27.07.2005
1. EUROPEAN TESSHINKAN KATA CONTEST
in Klatovy / Tschechien





Erstmalig in Europa wurde beim Sommerlager 2005 des Kobudo-Kwai Deutschland e.V. ein Turnier in Ryûkyû Kobudô Tesshinkan Kata veranstaltet. Da Teilnehmer aus Großbritanien, der Tschechischen Republik, Rußland und Deutschland starteten, war es quasi die erste Europameisterschaft in dieser Disziplin. Die Anwesenheit von Stiloberhaupt Tamayose Hidemi (9. Dan), der den Wettkampf aufmerksam verfolgte und sich Notizen machte, verlieh diesem Turnier eine besondere Note.
Die Vergleiche erfolgten im K.O.-System ohne Hoffnungsrunde, getrennt in die Kategorien weiblich und männlich. Dabei bestritten immer zwei Starter gleichzeitig eine Wettkampfrunde. Zuerst demonstrierte der erste Starter seine Kata, danach der zweite, dann erfolgte direkt die Wertung und einer schied aus.
Alle Teilnehmer zeigten viel Engagement und gute Leistungen. Doch bereits während des Wettkampfes zeichnete sich ab, dass die Starter aus dem deutschen Bundesland Thüringen die klaren Favoriten waren. Trainiert vom Honbu-Kai Trainer für Tesshinkan in Europa des Kobudo-Kwai Deutschland e.V., Frank Pelny, kämpften sie sich Runde um Runde nach vorn.
Schließlich der Knaller - sowohl in der Kategorie männlich als auch weiblich konnten die Schüler von Frank Pelny die ersten Plätze erringen! Matthias Junkherr setzte sich gegen alle Konkurrenten durch konnte so den ersten Titel eines Europameisters im Tesshinkan Kobudô erringen. Verdient, denn die letzten Wochen hatte er täglich im Privattraining beim Cheftrainer des Nordhäuser Karatevereins, Frank Pelny, kräftig schwitzen müssen. Da Frank Pelny gleichzeitig persönlicher Schüler von Stiloberhaupt Tamayose und Technischer Leiter für Europa ist, hatte Matthias natürlich die besten Voraussetzungen. Doch auch auf den folgenden Rängen bewiesen die Nordhäuser ihre Führungsrolle. Hagen Walter errang den Titel des Vizeeuropameisters und Falko Große errang immerhin noch den 5. Platz. Auf den 3. Rang kämpfte sich verdient Pavel Dolgachov aus Kaliningrad, der mit lockeren und schneidenden Techniken beeindruckte.
In der Kategorie weiblich holte sich den begehrten Europameistertitel Stefanie Grzeja vom Seishinkai Jena. Da Frank Pelny regelmäßig Training in Jena gibt und einige seiner Schüler dort als Übungsleiter tätig sind, verwundert es nicht, dass auch dieser Titel nach Thüringen ging. Vizeeuropameister wurde Sarah Willcock von der Universität London, die großen Kampfgeist demonstrierte. Den 3. Rang konnte sich Anna Falenski erkämpfen aus dem Dojo des Bundestrainers des Kobudo-Kwai Deutschland, Rainer Seibert.
Im Anschluß wurden alle Teilnehmer mit einer Urkunde aus den Händen von Kaicho Tamayose Hidemi ausgezeichnet, die sicherlich Ansporn für noch fleißigeres Üben ist.



Platzierungsliste

 

Jasmine Bhatia / Universität of London

Wolfram Reichmuth / Jena

Tomas Kopecky / Tschechische Republik

Das Organisations-Team

Teilnehmer Gruppenfoto

Team-Thüringen

Frank Pelny, Europameisterin Stefanie Grzeja,
Kaicho Tamayose und
Europameister Matthias Junkherr (v.l.n.r.)